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die Gefühlskraft der daliegenden
Blätter sich magisch veränderten

V.S. Sorger, Valentin
, um denken zu können, stellt
sich immer zuerst sich selber, wie er
im Moment sich verhält und befindet,
usw., vor, u. zw. von hinten und schräg
von oben; dann sich und die Umge-
bung (das Haus); dann das Haus
und die Straße; dann die Straße und
die Stadt, verkörpert in einem soz. heißen
Punkt, den er kennt (ein Café, ein Pissoir,
eine Kirche ...); den Bahnsteig; die
durchfahrenden Züge, ein Teleskop in
die Nacht gerichtet ‒ und schon hat er
zu denken angefangen und zugleich
doch seine Pflicht vergessen; aber es
gibt für ihn eben keine Systematik,
keine Vorgangsweise; er kann auf
die Entdeckung nur hoffen, ‒ indem
er phantasiert

Er (V.S. Sorger, Valentin
) redet so lange nicht, ist
so lange sprechunfähig, daß, als
er doch einmal zum Reden durch-
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​die Gefühlskraft der daliegenden Blätter sich magisch veränderten​
V.S. Sorger, Valentin
, um denken zu können, stellt sich immer zuerst sich selber, wie er im Moment sich verhält und befindet, usw., vor, u. zw. von hinten und schräg von oben; dann sich und die Umgebung (das Haus); dann das Haus und die Straße; dann die Straße und die Stadt, verkörpert in einem soz. heißen Punkt, den er kennt (ein Café, ein Pissoir, eine Kirche ...); den Bahnsteig; die durchfahrenden Züge, ein Teleskop in die Nacht gerichtet ‒ und schon hat er zu denken angefangen und zugleich doch seine Pflicht vergessen; aber es gibt für ihn eben keine Systematik, keine Vorgangsweise; er kann auf die Entdeckung nur hoffen, ‒ indem er phantasiert​
Er (V.S. Sorger, Valentin
) redet so lange nicht, ist so lange sprechunfähig, daß, als er doch einmal zum Reden durch- ​

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die Gefühlskraft der daliegenden
Blätter sich magisch veränderten

V.S. Sorger, Valentin
, um denken zu können, stellt
sich immer zuerst sich selber, wie er
im Moment sich verhält und befindet,
usw., vor, u. zw. von hinten und schräg
von oben; dann sich und die Umge-
bung (das Haus); dann das Haus
und die Straße; dann die Straße und
die Stadt, verkörpert in einem soz. heißen
Punkt, den er kennt (ein Café, ein Pissoir,
eine Kirche ...); den Bahnsteig; die
durchfahrenden Züge, ein Teleskop in
die Nacht gerichtet ‒ und schon hat er
zu denken angefangen und zugleich
doch seine Pflicht vergessen; aber es
gibt für ihn eben keine Systematik,
keine Vorgangsweise; er kann auf
die Entdeckung nur hoffen, ‒ indem
er phantasiert

Er (V.S. Sorger, Valentin
) redet so lange nicht, ist
so lange sprechunfähig, daß, als
er doch einmal zum Reden durch-
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​die Gefühlskraft der daliegenden Blätter sich magisch veränderten​
V.S. Sorger, Valentin
, um denken zu können, stellt sich immer zuerst sich selber, wie er im Moment sich verhält und befindet, usw., vor, u. zw. von hinten und schräg von oben; dann sich und die Umgebung (das Haus); dann das Haus und die Straße; dann die Straße und die Stadt, verkörpert in einem soz. heißen Punkt, den er kennt (ein Café, ein Pissoir, eine Kirche ...); den Bahnsteig; die durchfahrenden Züge, ein Teleskop in die Nacht gerichtet ‒ und schon hat er zu denken angefangen und zugleich doch seine Pflicht vergessen; aber es gibt für ihn eben keine Systematik, keine Vorgangsweise; er kann auf die Entdeckung nur hoffen, ‒ indem er phantasiert​
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Zitiervorschlag

Handke, Peter: Notizbuch 14.10.1977-23.12.1977 (NB 013). Hg. von Anna Estermann und Katharina Pektor. In: Peter Handke: Notizbücher. Digitale Edition. Hg. von Katharina Pektor, Ulrich von Bülow und Bernhard Fetz. Deutsches Literaturarchiv Marbach und Österreichische Nationalbibliothek, Wien: Release 01.10.2026. Seite 41. URL: https://edition.onb.ac.at/fedora/objects/o:hnb.nb.197710-197712/methods/sdef:TEI/get?mode=p_41. Online abgerufen: 09.10.2026.

Transkription und Übersetzung fremdsprachiger oder stenographierter Textstellen

Martin Springinklee (Steno), Dorothea Weber (Latein) und Helmut Moysich (Französisch).

Lizenzhinweis

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