
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="aok_COM_Medien">
          <teiHeader>
            <fileDesc>
              <titleStmt>
                <title>Themenkommentar „Medien“ der digitalen Edition der Tagebücher von Andreas
          Okopenko</title>
                <author>
                  <persName ref="https://orcid.org/0000-0001-9115-634X" xml:id="HE">
                    <surname>Englerth</surname>
                    <forename>Holger</forename>
                  </persName>
                </author>
                <funder ref="http://d-nb.info/gnd/2054142-9" xml:id="FWF">
                  <name type="org">Fonds zur
            Förderung der wissenschaftlichen Forschung</name>
                  <abbr>FWF</abbr>
                  <idno xml:id="p28344">P 28344 Einzelprojekte</idno>
                </funder>
                <principal>
                  <persName ref="https://orcid.org/0000-0003-2197-1706">
                    <surname>Innerhofer</surname>
                    <forename>Roland</forename>
                  </persName>
                </principal>
              </titleStmt>
              <editionStmt>
                <edition>Version 2.0</edition>
              </editionStmt>
              <publicationStmt>
                <publisher>
                  <orgName>
                    <ref target="http://www.onb.ac.at">Austrian National Library</ref>
                  </orgName>
                  <address>
                    <street>Josefsplatz 1</street>
                    <postCode>1015</postCode>
                    <settlement>Vienna</settlement>
                    <country>Austria</country>
                  </address>
                </publisher>
                <pubPlace ref="http://www.geonames.org/2761369/">Vienna</pubPlace>
                <date type="last-changed" when-iso="2019-11-21">21.11.2019</date>
                <availability>
                  <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">
                    <p>Distributed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International
              license (CC BY-SA 4.0)</p>
                  </licence>
                </availability>
                <idno type="PID">o:oko.com-medien</idno>
              </publicationStmt>
              <sourceDesc>
                <p>Born digital.</p>
              </sourceDesc>
            </fileDesc>
          </teiHeader>
          <text>
            <body>
              <div>
                <head rend="h1">Themenkommentar „Medien“</head>
                <div>

                  <p>Andreas Okopenko war ein aufmerksamer und kritischer Konsument der zeitgenössischen
            Medienlandschaft, der gewissenhaft seine Lektüren in den Tagebüchern verzeichnete. Der
            Medienkonsum war, genauso wie heute, eine alltägliche Angelegenheit. Aus einer ruhigen
            Phase im September 1951 in seiner Firma berichtete Okopenko: <quote target="range(#Z148513609_y15a, #Z148513609_y15e)">Halb zwölf lasen Machwitz in einer
              Handelszeitschrift, Huber in einem Wochenmagazin, ich in den Heften der
              &apos;Meta&apos;.</quote> Die „<rs ref="#Götz-Meta_Zeitschrift_für_experimentelle_Kun-0000">Meta</rs>“ waren eine in Österreich nur schwer zu bekommende, moderne Kunst- und
            Lyrikzeitschrift von Karl Otto Götz aus Frankfurt, in der u.a. Gedichte von Paul Celan
            abgedruckt waren.</p>

                  <p>Nach dem großen Zeitschriftensterben 1948/49 in der Folge des zweiten
            Lohnpreisabkommens hatte sich die Lage am Markt der Kultur- und Literaturzeitschriften
            zu Beginn der fünfziger Jahre kaum gebessert. Darunter litt vor allem die junge
            Generation der SchriftstellerInnen, wobei zu dieser Zeit jeder als „jung“ bezeichnet
            wurde, der nicht schon zur Zeit des Ständestaates bzw. im Dritten Reich reüssiert hatte.
            Das größte Problem war das Fehlen eines konstanten Forums, denn auch die bestehenden
            Zeitschriften und Zeitungen boten meist nur fallweise und höchst unregelmäßig
            Möglichkeiten zum Abdruck von neuen Texten an. Dass die „<rs ref="#Theater_der_Jugend-neue_wege-0000">Neuen Wege</rs>“ zum Versammlungsort der
            jungen SchriftstellerInnen wurden, lag nicht zuletzt an ihrer durch die Anbindung an das
            „<rs ref="#Theater_der_Jugend">Theater der Jugend</rs>“ als einer öffentlichen Stelle
            gesicherten finanziellen Ausnahmeposition.</p>
                </div>
                <div>
                  <head rend="h2">Tages- und Wochenzeitungen</head>

                  <p>Für Okopenko war aus einem ähnlichen Grund auch die von der französischen
            Besatzungsmacht gegründeten und dann von der SPÖ übernommenen Wochenzeitung „<rs ref="#Unknown-Welt_am_Montag-0000">Welt am Montag</rs>“ attraktiv, bot sie doch mit
            der „Tribüne der Jugend“ ein Forum, in dem – wenn auch stark moderiert – regelmäßig
            Stellungnahmen jugendlicher LeserInnen abgedruckt wurden. Diskutiert wurden hier das
            Schmutz- und Schundgesetz (siehe auch <ref target="#o:oko.com-zeithistorische-diskurse">Themenkommentar Zeithistorische Diskurse</ref>), die Beziehungen österreichischer
            Frauen zu Besatzungssoldaten („Jeepkatzerln“) oder berufliche Probleme der jungen
            ArbeiterInnen. Okopenko beteiligte sich an den Diskussionen mit Artikeln, die wohl eher
            als Leserbriefe wahrgenommen wurden. <quote target="range(#Z14851240X_y01a, #Z14851240X_y01e)">Mein Artikel ist
              überraschenderweise in der &apos;Welt am Montag&apos; […]. Auch sonst die Zeitung
              interessant.</quote> Die Bestätigung, die der Abdruck eines Leserbriefes dem
            angehenden Autor lieferte, sollte nicht unterschätzt werden: <quote target="range(#Z14851240X_y02a, #Z14851240X_y02e">Tante erzählt, mein WaM-Artikel habe
              Sensation im Büro gemacht. Sie sagt, ich dürfe nicht mehr diesen „elenden“ Schal
              anhaben, ich müsse elegantere Sachen mit der Zeit bekommen, wo ich nun „in der Stadt
              bekannt“ werde (!) So ist Tante.</quote> Interessant wurde die Zeitung für Okopenko
            zusätzlich durch die Glossen von Hans Weigel, die dieser fallweise für Hinweise auf oder
            auch Kritik an AutorInnen aus Okopenkos Bekannten- und Freundeskreis nützte. Als die
            Zeitung sich von Weigel trennte (<quote target="range(#Z148513609_y06a, #Z148513609_y06e)">&apos;Welt am Montag&apos; ab nächster Woche ohne Kulturglosse.</quote>), sank auch das
            Interesse von Okopenko: <quote target="range(#Z148513609_y05a, #Z148513609_y05e)">&apos;Welt
              am Montag&apos; ist im letzten Jahr vollkommen abgesunken.</quote> Im April 1952 schrieb
            Okopenko: <quote target="range(#Z148514109_y01a, #Z148514109_y01e)">Neues &apos;Öst.
              Tagebuch&apos; gekauft, die einzige Zeitschrift, mit der ich mich jetzt noch aufrichtig
              auseinandersetzen kann.</quote>
                    <ref target="range(#Z148513804_y01a, #Z148513804_y01e)"> Dahinter stand auch das Interesse, das
              Viktor Matejka an Okopenkos Gedichten zeigte.</ref>
                    <ref target="#o:oko.com-literarische-netzwerke"> Allerdings stellte deren Publikation in
              der kommunistischen Zeitung auch ihren Autor unter politischen Verdacht</ref>.</p>

                  <p>Andere Zeitungen werden in Okopenkos Tagebuch meist dann genannt, wenn sich darin
            Artikel auf Okopenko bzw. auf Personen aus seinem Bekanntenkreis beziehen. In den
            meisten Fällen handelte es sich dabei wieder um Artikel von Hans Weigel (<quote target="range(#Z148513300_y02a, #Z148513300_y02e)">In der Sonntagnummer der
              &apos;Arbeiter-Zeitung&apos; waren wir von Weigel gelobt worden.</quote>). Die generell seltenen
            Nennungen von anderen Tageszeitungen sind ein Beleg für die relative Isolation, in der
            sich die jungen Schriftstellerinnen und Schriftsteller befanden. <ref target="#o:oko.tb-19500501-19500531?mode=p_15">Dass gleich drei Zeitungen, die „Wiener
              Zeitung&quot;, das „Österreichische Tagebuch“ und die „Wiener Tageszeitung“ Berichte von
              der Lesung der „Neue Wege“-AutorInnen im Mai 1950 brachten</ref>, war eher die
            Ausnahme. Wurden die Aktivitäten jüngerer SchriftstellerInnen erwähnt, dann mischte sich
            doch meist Unverständnis in die Äußerungen: <quote target="range(#Z148514900_y01a, #Z148514900_y01e)">In der &apos;Presse&apos; schimpft Habeck auf
              Eisenreich /„junge österr. Autoren in Hamburg“/, in der „Furche“ tadelt Fiechtner
              Toman. In einer anderen Zeitung ist ein schönes indisches Mädchen abgebildet.</quote>
            Obwohl gerade die „<rs ref="#Funder-Die_Furche-0000">Furche</rs>“ über ein im Vergleich
            zu anderen Zeitungen und Wochenzeitungen ausgesprochen umfängliches Feuilleton verfügte,
            spielten die VertreterInnen der jungen Generation kaum eine Rolle darin. Sie wurden
            übergangen (<quote target="range(#Z148513609_y09a, #Z148513609_y09e)">&apos;Furche&apos; mit
              Mauthe schweigt sich über uns aus</quote>) oder angegriffen (<quote target="range(#Z148513609_y10a, #Z148513609_y10e)">Gestern eine elende Kritik über
              Fuchs und mich in der &apos;Furche&apos;. Ebenso Abfuhren an Eisenreich, Jeannie
            Ebner.</quote>)</p>
                </div>
                <div>
                  <head rend="h2">Kultur- und Literaturzeitschriften</head>

                  <p>Es war bezeichnend, dass die für Okopenko prägendste Kulturzeitschrift gar keine
            aktuelle war. Der von Otto Basil zwischen 1945 und 1948 herausgegebene und dann
            eingestellte „<rs ref="#Basil-Plan_Kunst_Literatur_Kritik-0000">Plan</rs>“ wurde von
            Okopenko im Sommer 1950 mit Begeisterung rezipiert: <quote target="range(#Z148513105_y03a, #Z148513105_y03e)">Über Politik tief gegrübelt,
              zuhause wieder im „Plan“ gelesen, alle Argumente auf mich einstürmen lassen.</quote>
            Wenn er in der Einleitung des ersten Heftes lesen konnte: „Wir rufen diese unbekannte
            geistige Jugend!“ (<rs ref="#Basil-Plan_Kunst_Literatur_Kritik-0000">Plan 1945, S.
              2</rs>), dann lag nahe, dass er sich hier angesprochen fühlte. Der „Plan“ öffnete eine
            Tür zur Dichtung des Exils, er erinnerte aber auch an jene Literatur der
            Zwischenkriegszeit, die in den Jahren des Faschismus aus dem Gedächtnis getilgt werden
            sollte: <quote target="range(#Z148513002_y01a, #Z148513002_y01e)">Im &apos;Plan&apos;
              Interessantes gelesen: Erich Fried, surr. Lyrik ...</quote> Die von der US Information
            Services Division herausgegebene Zeitschrift „<rs ref="#Unknown-Neue_Auslese-0000">Neue
              Auslese</rs>“ brachte das österreichische Publikum in Kontakt mit der Weltliteratur,
            wobei hier der Schwerpunkt auf englischer und amerikanischer Literatur lag. <ref target="o:oko.tb-19500213-19500228?mode=p_21">Okopenko war im Februar 1950 besonders
              von T.S. Eliot eingenommen</ref>
                    <ref target="o:oko.tb-19500701-19500731?mode=p_13"> und bemerkte erst bei einer
              Wiederlektüre im Sommer, dass die Übersetzungen von Erich Fried stammten</ref>.</p>
                  <p>Neben den für Okopenko durch seine eigene Mitarbeit wichtigsten Zeitschriften „<rs ref="#Theater_der_Jugend-neue_wege-0000">Neue Wege</rs>“ und „<rs ref="#Okopenko-publikationen_einer_wiener_gruppe_ju-0000">publikationen</rs>“ gab es
            keine andere zeitgenössische Kulturzeitschrift, bei der sich eine regelmäßige Lektüre
            aus dem Tagebuch erschließen ließe. Zum Teil lag das sicherlich auch an der
            Kurzlebigkeit der Zeitschriftengründungen bzw. an der schlechten Erhältlichkeit von in
            Deutschland erscheinenden Titeln. Einige Male vermerkt er den Eingang der
            österreichischen Zeitschrift „<rs ref="#Dietrich-Freude_an_Büchern-0000">Freude an
              Büchern</rs>“, hebt aber nur ein einziges Mal positiv eine <rs ref="#Kafka-Die_Verhaftung-1950">Erzählung von Kafka</rs> darin hervor. Während er in
            seinen veröffentlichten Erinnerungen lediglich festhielt, dass „wenig Platz für junge
            Autoren“ (Okopenko 2000, S. 23) in den Heften sei, war er im Tagebuch deutlicher: <quote target="range(#Z148514109_y02a, #Z148514109_y02e)">Abends die sehr tiefstehende
              Zeitschrift „Freude an Büchern“ vorgefunden.</quote> Ob für sein Urteil auch die
            Präsenz von höchstbelasteten Autoren wie Hans Carossa, Franz Karl Ginzkey, Siegfried
            Freiberg und Julius Zerzer eine Rolle spielte, muss offen bleiben, auch, ob ihm die
            NS-Vergangenheit der Herausgeberin Margret Dietrich, die zudem eine regelmäßige
            Beiträgerin der „Neuen Wege“ war, überhaupt bekannt war.</p>
                  <p>Bei Kurt Klingers „<rs ref="#Klinger-Von_Mensch_zu_Mensch_Zeitschrift_für-0000">Von
            Mensch zu Mensch</rs>“ fiel Okopenkos Urteil ebenfalls nicht besonders positiv aus:
              <quote target="range(#Z148513609_y16a, #Z148513609_y16e)">Diese Zeitung ist trotz
              Keins und Weissenborns Beiträgen am Hund.</quote> Trotz weiterer personeller
            Überschneidungen mit den „Neuen Wegen“ wie René Altmann, Jeannie Ebner und Vera
            Ferra-Mikura blieb Okopenko in diesem Fall auch in den öffentlichen Erinnerungen
            konsequent in seinem negativen Urteil über das vervielfältigte „Selbsthilfe-Blättchen“
            (Okopenko 2000, S. 23) aus Linz. </p>

                  <p>Das Tagebuch von Okopenko lässt erkennen, wie abgeschlossen der literarische Betrieb
            Österreichs war. Zeitschriften aus Deutschland erreichten Okopenko meist nur in
            Einzelexemplaren und durch persönliche Kontakte. Zeitschriften, die mit Geldern der CIA
            finanziert wurden und bei denen größere Verbreitung nachgerade das Ziel war, gelangten
            etwas leichter an österreichische InteressentInnen, wie die von der Ford Foundation
            herausgegeben „<rs ref="#Ford_Foundation-Perspektiven_Musik_Litera-0000">Perspektiven</rs>“ oder „<rs ref="#Lasky-Der_Monat_Eine_internationale_Zeitschr-0000">Der Monat</rs>“, der von Melvin Lasky herausgegeben wurde und fallweise Hans Weigel
            zum Mitarbeiter hatte. Beim „Monat“war Okopenko die politische Ausrichtung bekannt, er
            bezeichnete ihn drastisch als <quote target="range(#Z148513609_y08a, #Z148513609_y08e)">Kriegshetzerzeitung mit Kulturanstrich</quote>, las dort aber auch gerne über und von
            Federico García Lorca und F. Scott Fitzgerald. An Literaturzeitschriften im engeren
            Sinne gelangte Okopenko durch seine eigene Herausgebertätigkeit für die „publikationen&quot;:
            Zur Vernetzung wurden die Zeitschriften „<rs ref="#Henneberg-ophir-0000">ophir</rs>“ von
            Claus Henneberg aus München und „<rs ref="#Götz-Meta_Zeitschrift_für_experimentelle_Kun-0000">Meta</rs>“ von Karl Otto Götz
            aus Frankfurt zum Abonnement in der eigenen Zeitschrift angeboten, die „publikationen&quot;
            dafür in den anderen Zeitschriften. Darüberhinausgehende Pläne, einen „Bundesstaat der
            Kellerzeitschriften“ zu gründen, d.h. einen Zusammenschluss der Zeitschriften unter
            Wahrung ihres eigenen Namens zu vollziehen (Gausterer, 11-12), wurden nicht umgesetzt.
            Die Zeitschrift „<rs ref="#Gerhardt-Fragmente_eine_internationale_Revue-0000">Fragmente.
              Eine internationale Revue für moderne Dichtung</rs>“ von Rainer Maria Gerhardt, in der
            Texte von Ezra Pound, William Carlos Williams, T.S. Eliot, Robert Creeley, Aimé Césaire
            und Henry Miller, teils in Erstübertragung durch Gerhard und seiner Frau, erschienen,
            stieß auch auf H.C. Artmanns Interesse.</p>
                  <p>1953 wurde Okopenko zur Mitarbeit an der im selben Jahr neugegründeten Zeitschrift „<rs ref="#Unknown-Die_Schau_Halbmonatsschrift_für_Kult-0000">Die Schau. Halbmonatsschrift
            für Kultur, Kunst und Politik</rs>“ eingeladen. Am Titelblatt der ersten Nummer wurde
            zwar die vollständige Unabhängigkeit der Zeitschrift erklärt, die – auch personelle –
            Nähe zur SPÖ war jedoch unübersehbar. Für den literarischen Teil schien Hermann Hakel
            die Verantwortung übernommen zu haben, <ref target="range(#Z148514900_y03a, #Z148514900_y03e)">die Zeitschrift wurde im Art Club
              als neues Projekt besprochen</ref>. Okopenko wurde jedoch eher enttäuscht: <quote target="range(#Z148515102_y01a, #Z148515102_y01e)">Bekam beim Kiosk endlich die seit
              zwei Wochen fällige Nummer der &apos;Schau&apos;. Von meinen Glossen ist keine drin.</quote>
                  </p>
                </div>
                <div>
                  <head rend="h2">Radio</head>

                  <p>Eine weitere Informationsquelle für Okopenko war das Radio. Vor allem auf dem von
            amerikanischer Seite geförderten Sender Rot-Weiß-Rot fanden AutorInnen rund um Okopenko
            fallweise ein Podium. <rs ref="#Unknown-Dichter_zu_Gast_Hertha_Kräftner-1951">Hertha
              Kräftner</rs> und <rs ref="#Unknown-Dichter_zu_Gast_Friedrich_Polakovics-1951">Friedrich Polakovics</rs> wurden in der Reihe „Dichter zu Gast“ vorgestellt, <rs ref="#Unknown-Österreichs_Literatur_seit_1945-1950">Überblicke der österreichischen
              Literatur</rs> gebracht, die auch die junge Generation berücksichtigen, und <rs ref="#Unknown-Hallo_Paris_-_Hallo_Wien-1953">Austauschsendungen mit Paris</rs>
            gesendet. <ref target="o:oko.tb-19491219-19500104?mode=p_56">Auf dem Sender Radio Wien
              hörte Okopenko Erika Danneberg und (ohne sie dabei im Tagebuch namentlich zu erwähnen)
              Friederike Mayröcker</ref>. Allerdings blieb auch hier Ärger nicht aus: Über eine
            Kabarettsendung giftete er im Tagebuch: <quote target="range(#Z148512502_y02a, #Z148512502_y02e)">&apos;Fideles Brettl&apos; (wie geistlos!)
              gehört, Statistik über die dortigen Witzlosigkeiten geführt. An 1. Stelle steht der
              &apos;Weiberhaß&apos; mit 5 Nennungen, an 2. Stelle (3 N.) Suff, Jodler, Leck mich im Arsch; an
              3. Stelle endlich Staatsvertrag, Fensterln.</quote>
                  </p>
                </div>
              </div>
            </body>
          </text>
        </TEI>
