Laden...

Zeitiger auf, zum Fenster.

Draussen Mai-Lastautos und Abmärsche.

Zu Artmann gegangen. Herrlicher Frühling draussen.

Blüte usw.

Mit Artmann und seinem Freund ausgegangen, durch Breitensee spaziert. Mit Artmann zu ihm heim. Ein Mädchen des Artmann-Kreises namens Inge kennengelernt.

Der zweite Teil dises Vormittags wurde fader. Steinbruch-strasseheim.

Artmann hatte meinen "Herakles und Dejaneira", die drei Brettl-Szenen, "unser Friedensmanifest" genannt. Auch Carlo war begeistert.

Daheim "Lyrik seit Liliencron" gelesen. Nachmittag kam Polakovics. Auch mit ihm ziemlich ausgequatscht.

Nach dem Besprechen gingen wir noch spaziern. Nicht ein so angeregter Tag wie sonst.

Bei Artmann hatte ich Charakteristika "Breitense" geschrieben.


Da Gali entfiel, später auf, Konsum, ganz interessante "Welt am Montag". Versuche mit farbgetränkten Kreiden. Nur in die Vorlesungen Ehrenhaft und Ebert gegangen.

Wieder heimgefahren.

Groll über gewisse Seichtheiten notiert.

"Neue Wege" Redaktionszimmer. "Regisseur-Stimmung" an Wirbel. Stenzl, Diem kamen!

Diem hat, wie ich höre, die Gewohnheit, kein Komm mehr in einem Gedicht zu verändern, das sie schreibt.

Auch Eisenreich, Hauer anwesend.

Resoltion der Redaktion übergeben

Um 20,15 in die Eisenreich-Lesungim Studio d. Kolingasse gegangen. Kei, Art, Pol, Di, Ok. Jirgal leitete.

Halb 24 Uhr nach Hause.

Es ist interessant, wie zu Beginn unserer Plauderei mit Frl. Diem der Ausdruck für unser schwieiges Thema noch relativ schwer fiel. Dann aber glättete sich die Sprache und mit fortschreitendem Verstehen könnten wir auch das Schwierigste fliessend, hemmungslos ausdrücken.

Ich gab ihr Aufgaben aus einem viel radikaleren Surrealismus. Unterbewusstes und Reflexives sorglos gereiht; Aufgeben aller Hemmungen und Sperren; breiteste Bahn dem gerichteten Surr.


Konsum.

Zu schreiben begonnen: "Wer das Mädchen nicht aufsucht ..."

Ins Institut

Apparate vorbereitet, Ehr, Eb.

NII wieder gemacht. Fertig geworden. Fast eingesperrt.

Herrlicher Frühling draussen, Blüte.

Gegen Abend


Gali. Pechsträhne: Abgegeben, falsch, das Rohr zerbrochen! Ehr, Eb. Heimgefahren.

Den Nachmittag über ausgeruht und vorbereitet.

Halb sieben abends Probe zur morgigen Lesung. Ich finde die Arbeit vertan. Das ist alles nicht das Richtige.

Die Autoren selbst müssten lesen.


Meist ganz schön. Kuff. Rohr gekauft, Apparat vorbereitet. Eb. Den Apparat mit Mühe und Not reduziert usw.

Zuber und Urban ganz nett.

Heimgefahren. Zur Lesung dann gefahren.

Um halb acht. Hans Weigel soll anwesend gewesen sein. /Kammersaal/. Diem gab mi etwas zu len. Ganz gute Stimmung. Ich sass neben Weissenborn und der Kaipr. Das war angenehm.

Heimgefahren mit Polakovics, Artmann. Wir schlagen eine Lesung in einem Wirtshaus vor; die jungen Autoren selbst; hinter verschlossenen Türen.


Wieder eingetrübt.

Spät auf, .

Konsum, verschiedene Ordnungen. Und ausgeruht und gesammelt. Nachmittags kam Tante.

Einen Artikel geschrieben: "Kalte Lyrik und Kaltes von Menschen" Abends "Deutsche Lyrik seit Liliencron" weiter gelesen. Abendessen, gute Stimmung, Schnaps.

Abend guter Regen bei offenem Fenster.


Regenwetter.

Reinschriften, und viel aus de "Selected Poems" /Eliot/ herausgeschrieben.

Ein Gedicht geschrieben.

Noch ein Gedicht.

Nachmittags kam Tante wider.

Noch ein Gedicht /Edith/.

Bazata kam, nur kurz.

Abends zum Bernklau.

Noch Gedichte /Sechs Viergedichte/.

Angenehme Stimmung, frühlinghaftes Wetter nm. und vor allem gegen Abend. Im Toto 9,9.


Früh wieder Regenwetter. In der WaM nichts.

Konsum. Ziemlich abgefallene Stimmung.

Kuff. Vorbereitet. Ehr - Eb.

Nm. wieder NII.

Daheim angenehm noch. Trübes Wetter.


Gali. Stickstoff bestätigt!

Schöneres Wetter.

Ehr, Eb. Nachmittag aber zu Artmann.

Gründung "Der Keller" usw.

Es regnete.

Neue Wege. Eisenreich, Diem kamen. sind in den Zeitungen über unsere Lesung.

Pol Aerger um die Keller-Gründung. Eisenreich beschwichtigte. Vorher mit Diem über den einseitigen Aesthetizismus gesprochen.


Etwas später auf.

Im Institut Schmelzpunkt vorbereitet. wurden vn Springer und den anderen im Quant. gelesen. Viel Aufhebens. Vor allem die "Presse", die mich hervorhob, allerdings als unter Elioteinfluss stehend, und "nicht so gut wie der".

Nachmittags nach den Vorlesungen den Schmelzpunkt bestimmt. Gutes Ergebnis. Schönes erwärmtes Wetter. Die Kastanienkerzen blühen so schön. Morgen hoffe ich mit dem HM fetig zu werden.


Schön, blau, blühend.

Zeisel /letzte Analyse/ gemacht.

Probe abgegeben. Sie stimmt.

Platz gezahlt und übergeben.

Halbmikropraktikum aus.

Froh heimgefahren. Montag bekomme ich einen Platz im tiven.


Frühlinghaft schön. Vielfache Blüte.

Konsum, Totoschein.

Institut: Kuffner. In der Vorlesung notierte ich für die Phil-Mappe: "Man kann mir selbst in Gedichten wie der Blauen Dissertation keinen Symbolismus vorwerfen. // Das Blatt selbst ist erlebt von mir, nicht erst ein Symbol oder Beispiel für eine vorhergegangene etwaige Abstraktion des Erlebens.”

Mit Springer und mit einem Spaziergang allein die Institutzeit verbracht. Nach Ebert mittags heimgefahren.

Gegen Nachmittag Eintrübung. Ordnungen,

Abends das Gedicht Garten und Draussen wenn das ...” geschrieben, spät niedergelegt.


Zum Teil noch bedeckt. Ganz warm, blau ...

Gedicht "Früheres Bild” noch im Bett geschrieben.

, Konsum, Friseur.

Reinschriften. Ueberlegungen zu meinem gestrigen Gedicht.

Nm. meine Lyrik durchgesehen, in letzter Zeit ziemlich wenig aufregend. Gedichte durchgegangen und manches aufzufrisieren versucht. /Später warf ich solchVersuche wieder weg./

Nm. Schönwetter. In issiger Stimmung gegen das Regime.


Blühendes Maiwetter. Spaziergang /M./ Steinhofer Mauer. Die Natur betrachtet und mich mit meiner Lrik befasst.

Zu Polakovics gegangen. Mit ihm, für mich überraschend, zu Weissenborn gefahren. Wir lasen dessen Gedichte, dann las Polakovics seine vor, endlich las ich. Anregungsreicher Nachmittag. Ich muss wieder zu mir finden und ablassen, von mir selbst abzuschreiben.


Montag, 15. Mai:

Gute Kritik in der Welt am Montag. Mein Name wurde unter dreien von Weigel genannt.

Konsum. Geräte genommen, ins Institut, Kuffner, morgen bekomme ich den Platz.

Nach den Mittagsvorlesungen umsonst zu Artmann, dann heim. Heisses Maiwetter!

Ich versuchte ein Gedicht zu schreiben /In zehn Monaten ist wieder Frühlingsbeginn .../

Nur mehr geplaudert.


Dienstag, 16. Mai:

Gali. Morgen bekomme ich den Arbeitsplatz.

Vergeblich zu Weissenborn. In der Zwischenzeit zu den Mittagsvorlesungen schrieb ich das gestrige Gedicht tatsächlich.

Zu Artmann, dort ein 18-jähriger Bekehrer, der strikt leugnet, Farbassoziationen zu kennen. Ueber Diem Unheimliches erzählen gehört.

NW. Kritiken unserer Lesung: "Wiener Zeitung", "Oest. Tagebuch", "Wiener Tageszeitung".

Eine Direktorin /der Gewerbeschule Herbststrasse/ forderte von uns Sachen an, vor allem von mir /Zeitkrankheit und Ergo sum gefielen ihr sehr gut/.

Einladung des Bundes demokratischer Schriftsteller erging an uns. Zeitig aufgehört. Park /Volksgarten/. Dann mit Pol, Alt, ArtHeimweg angetreten.


Mittwoch, 17. Mai:

Etwas später auf.

Institut: Auf den organischen Platz gewartet.

Zwei Uhr erste Chemikalienausgabe.

Platz 21 übernommen. Ordnung dort gemacht. Slabihoud nett. Geräte auch gekauft. Zeitig heim.

Fini kam. CHemie.

Surr. Gedicht geschrieben.


Donnerstag, 18. Mai:

Freier Tag /Christi Himmelfahrt/. Herrlicher Mai.

Meine Lyrik sortiert, für die Lesung in der "Gewerbeschule" Material hergerichtet.


Vormittag Aesthetengedicht versucht.

Nm.: Pol. kam. Reinschriften seiner Gedichte mit ihm gemacht. Pause: NW ältere Nummern mit ihm gelesen. Weitergechrieben. Ueber meine letzten Gedichte uns besprochen. Meine Richtung der Synthese zwischen Impression und Problematik.

Er ging.

Viel noch daheim über Literatur gesprochen.


Kuffner. 1. Präparat begonnen.

Bis sechs Uhr gearbeitet.

Heimgefahren. Es regnete.


Vormittag zwei Gedichte.

Nachm. kam Tante. Unangenehme Gespräche über die derzeitige Lage.

Drei Experiment-Gedichte geschrieben.

Die "Sommer-Impression" umgedichtet.

Wermut getrunken; konnte nichts mehr schreiben.

Noch geredet ...


Tante und Paul kamen.

Mich besuchte Polakovics; seine Sachen fertig reingeschrieben.

Meine letzten Arbeiten gefielen ihm. Das Gedicht "Endlos duftet ..." fertig-gemacht /Umstellung/. Noch ein schöner Abend im Hochfrühling.

Bernklau-Weg.


Etwas später auf. Fade "W.a.M."

Kuffner. 1. Präparat fertig.

2. Präparat begonnen, erstes bestätigt.

Heimgefahren; herrliches Maiwetter.

Sehr gute Stimmung. Abends noch zum Fenster hinausgeschaut. Gedichte.


Gali entfiel.

2. Präparat ging weiter.

Nachmittag bei heissem Maiwetter /14 Uhr/ zu Artmann.

Dort nicht allzu interessant. Ich las ihm einiges vor. Er mir auch.

NW: Maiheft war erschienen.

Pol. fehlte. Diskussion Kein-Artmann über amerikanische . Diem ganz auf Artmanns Seite ... Mit Kein noch lange geredet, Spaziergang, spät heim.


Im InstitutBilek-Prüfung. Benzil fertiggemacht. Butyraldehyd /3. Präparat/ begonnen. Sehr angenehmes Arbeiten im Labor

Teils bewölkt, teils klarer Himmel. Schwül.

Daheim froh geplaudert.


Zeitiger auf:

Gali-Vorlesung. 3. Präparat beendet.

Nachmittags 4. Präparat begonnen, schon 15 Uhr heim.

Reinschriften zuhause.


9 Uhr Kuffner. 4. Präparat weiter, im Laufe des Tages fast fertig. 16 Uhr heim. Reinschriften. Tante war unerwartet da.

Später als sonst niedergelegt. Gedicht spät-abends .


Ich arbeitete für mich und für daheim.

Aeltere Gedichte durchgesehen. Ich habe viele Brücken inzwischen wieder abgebrochen.

Nachmittags: Wermut getrunken.

"Lyrik der Weltliteratur" gelesen.

Interessantes, meist politisches, Radio gehört. Versuchte zu schreiben, es wurde nichts.

Abends kühler als gewohnt, aber schön.

Spät noc gelesen.


Ich versuchte vergebens etwas zu schreiben.

In meinen Schriften Ordnungen.

Nachmittag kam Pol. Er diktierte mir einen Schimpfartikel.

Angeregt.

Es sind jetzt schöne Tage für mich.


9 Uhr überlegte, was ich tn sollte.

Ich ging zu Artmann. Dort war erst einer seiner früheren Freunde, dann kam Carlo, endlich Polakovics. Angenehm unterhalten. Artmann ist viel eingeladen woren /V. Ferra, Fr. Mayröcker .../.

Nachmittags zu Polakovics. Er brütete über seinem Artikel. Ich las bei ihm verschiedenes Anregendes: Toman, Enrique Beck, Güersloh usw. Er lieh mir ein mit RilkesMädchen-gedichten.


Zu meiner sehr angenehmen Ueberraschung stellte ich fest, dass heute noch keine Uni war. Zu Weissenborn; dort zwar ein nettes Mäderl, aber er nicht daheim. Zu Eisenreich über die Alser-strasse. Ueber die grosse Synthese und die verrückten Kunstrichtungen angenehm gesprochen.


Heisser Maitag.

Daheim. Wieder abgefahren zu Artmann. Er hatte den Eliot-Band nicht bei sich. Ueber seine Kunst, meine letzten Gedichte. Er viel von dem letzten /"In zehn Monaten ..."/

Ueber den Begriff des Fluidums, auf den ich ihn draufkommen liess. Ueber Thema und Form.

Carlo. Ueber meine Mentalität wurde diskutiert.

Daheim ein Expressbrief wegen einer Analyse für Lachnit.


Erster Arbeitstag wieder.

Lachnit.

4. Präparat fertig. Azetessigester-Synthese bekommen!

Essigester nachmittags zu reinigen begonnen. Lachnit-Analyse abgelehnt.

Heimgefahren.

Schwül wie diese Tage immer, aber nicht strahlend.


Laden...

Zeitiger auf, zum Fenster.

Draussen Mai-Lastautos und Abmärsche.

Zu Artmann gegangen. Herrlicher Frühling draussen.

Blüte usw.

Mit Artmann und seinem Freund ausgegangen, durch Breitensee spaziert. Mit Artmann zu ihm heim. Ein Mädchen des Artmann-Kreises namens Inge kennengelernt.

Der zweite Teil dises Vormittags wurde fader. Steinbruch-strasseheim.

Artmann hatte meinen "Herakles und Dejaneira", die drei Brettl-Szenen, "unser Friedensmanifest" genannt. Auch Carlo war begeistert.

Daheim "Lyrik seit Liliencron" gelesen. Nachmittag kam Polakovics. Auch mit ihm ziemlich ausgequatscht.

Nach dem Besprechen gingen wir noch spaziern. Nicht ein so angeregter Tag wie sonst.

Bei Artmann hatte ich Charakteristika "Breitense" geschrieben.


Da Gali entfiel, später auf, Konsum, ganz interessante "Welt am Montag". Versuche mit farbgetränkten Kreiden. Nur in die Vorlesungen Ehrenhaft und Ebert gegangen.

Wieder heimgefahren.

Groll über gewisse Seichtheiten notiert.

"Neue Wege" Redaktionszimmer. "Regisseur-Stimmung" an Wirbel. Stenzl, Diem kamen!

Diem hat, wie ich höre, die Gewohnheit, kein Komm mehr in einem Gedicht zu verändern, das sie schreibt.

Auch Eisenreich, Hauer anwesend.

Resoltion der Redaktion übergeben

Um 20,15 in die Eisenreich-Lesungim Studio d. Kolingasse gegangen. Kei, Art, Pol, Di, Ok. Jirgal leitete.

Halb 24 Uhr nach Hause.

Es ist interessant, wie zu Beginn unserer Plauderei mit Frl. Diem der Ausdruck für unser schwieiges Thema noch relativ schwer fiel. Dann aber glättete sich die Sprache und mit fortschreitendem Verstehen könnten wir auch das Schwierigste fliessend, hemmungslos ausdrücken.

Ich gab ihr Aufgaben aus einem viel radikaleren Surrealismus. Unterbewusstes und Reflexives sorglos gereiht; Aufgeben aller Hemmungen und Sperren; breiteste Bahn dem gerichteten Surr.


Konsum.

Zu schreiben begonnen: "Wer das Mädchen nicht aufsucht ..."

Ins Institut

Apparate vorbereitet, Ehr, Eb.

NII wieder gemacht. Fertig geworden. Fast eingesperrt.

Herrlicher Frühling draussen, Blüte.

Gegen Abend


Gali. Pechsträhne: Abgegeben, falsch, das Rohr zerbrochen! Ehr, Eb. Heimgefahren.

Den Nachmittag über ausgeruht und vorbereitet.

Halb sieben abends Probe zur morgigen Lesung. Ich finde die Arbeit vertan. Das ist alles nicht das Richtige.

Die Autoren selbst müssten lesen.


Meist ganz schön. Kuff. Rohr gekauft, Apparat vorbereitet. Eb. Den Apparat mit Mühe und Not reduziert usw.

Zuber und Urban ganz nett.

Heimgefahren. Zur Lesung dann gefahren.

Um halb acht. Hans Weigel soll anwesend gewesen sein. /Kammersaal/. Diem gab mi etwas zu len. Ganz gute Stimmung. Ich sass neben Weissenborn und der Kaipr. Das war angenehm.

Heimgefahren mit Polakovics, Artmann. Wir schlagen eine Lesung in einem Wirtshaus vor; die jungen Autoren selbst; hinter verschlossenen Türen.


Wieder eingetrübt.

Spät auf, .

Konsum, verschiedene Ordnungen. Und ausgeruht und gesammelt. Nachmittags kam Tante.

Einen Artikel geschrieben: "Kalte Lyrik und Kaltes von Menschen" Abends "Deutsche Lyrik seit Liliencron" weiter gelesen. Abendessen, gute Stimmung, Schnaps.

Abend guter Regen bei offenem Fenster.


Regenwetter.

Reinschriften, und viel aus de "Selected Poems" /Eliot/ herausgeschrieben.

Ein Gedicht geschrieben.

Noch ein Gedicht.

Nachmittags kam Tante wider.

Noch ein Gedicht /Edith/.

Bazata kam, nur kurz.

Abends zum Bernklau.

Noch Gedichte /Sechs Viergedichte/.

Angenehme Stimmung, frühlinghaftes Wetter nm. und vor allem gegen Abend. Im Toto 9,9.


Früh wieder Regenwetter. In der WaM nichts.

Konsum. Ziemlich abgefallene Stimmung.

Kuff. Vorbereitet. Ehr - Eb.

Nm. wieder NII.

Daheim angenehm noch. Trübes Wetter.


Gali. Stickstoff bestätigt!

Schöneres Wetter.

Ehr, Eb. Nachmittag aber zu Artmann.

Gründung "Der Keller" usw.

Es regnete.

Neue Wege. Eisenreich, Diem kamen. sind in den Zeitungen über unsere Lesung.

Pol Aerger um die Keller-Gründung. Eisenreich beschwichtigte. Vorher mit Diem über den einseitigen Aesthetizismus gesprochen.


Etwas später auf.

Im Institut Schmelzpunkt vorbereitet. wurden vn Springer und den anderen im Quant. gelesen. Viel Aufhebens. Vor allem die "Presse", die mich hervorhob, allerdings als unter Elioteinfluss stehend, und "nicht so gut wie der".

Nachmittags nach den Vorlesungen den Schmelzpunkt bestimmt. Gutes Ergebnis. Schönes erwärmtes Wetter. Die Kastanienkerzen blühen so schön. Morgen hoffe ich mit dem HM fetig zu werden.


Schön, blau, blühend.

Zeisel /letzte Analyse/ gemacht.

Probe abgegeben. Sie stimmt.

Platz gezahlt und übergeben.

Halbmikropraktikum aus.

Froh heimgefahren. Montag bekomme ich einen Platz im tiven.


Frühlinghaft schön. Vielfache Blüte.

Konsum, Totoschein.

Institut: Kuffner. In der Vorlesung notierte ich für die Phil-Mappe: "Man kann mir selbst in Gedichten wie der Blauen Dissertation keinen Symbolismus vorwerfen. // Das Blatt selbst ist erlebt von mir, nicht erst ein Symbol oder Beispiel für eine vorhergegangene etwaige Abstraktion des Erlebens.”

Mit Springer und mit einem Spaziergang allein die Institutzeit verbracht. Nach Ebert mittags heimgefahren.

Gegen Nachmittag Eintrübung. Ordnungen,

Abends das Gedicht Garten und Draussen wenn das ...” geschrieben, spät niedergelegt.


Zum Teil noch bedeckt. Ganz warm, blau ...

Gedicht "Früheres Bild” noch im Bett geschrieben.

, Konsum, Friseur.

Reinschriften. Ueberlegungen zu meinem gestrigen Gedicht.

Nm. meine Lyrik durchgesehen, in letzter Zeit ziemlich wenig aufregend. Gedichte durchgegangen und manches aufzufrisieren versucht. /Später warf ich solchVersuche wieder weg./

Nm. Schönwetter. In issiger Stimmung gegen das Regime.


Blühendes Maiwetter. Spaziergang /M./ Steinhofer Mauer. Die Natur betrachtet und mich mit meiner Lrik befasst.

Zu Polakovics gegangen. Mit ihm, für mich überraschend, zu Weissenborn gefahren. Wir lasen dessen Gedichte, dann las Polakovics seine vor, endlich las ich. Anregungsreicher Nachmittag. Ich muss wieder zu mir finden und ablassen, von mir selbst abzuschreiben.


Montag, 15. Mai:

Gute Kritik in der Welt am Montag. Mein Name wurde unter dreien von Weigel genannt.

Konsum. Geräte genommen, ins Institut, Kuffner, morgen bekomme ich den Platz.

Nach den Mittagsvorlesungen umsonst zu Artmann, dann heim. Heisses Maiwetter!

Ich versuchte ein Gedicht zu schreiben /In zehn Monaten ist wieder Frühlingsbeginn .../

Nur mehr geplaudert.


Dienstag, 16. Mai:

Gali. Morgen bekomme ich den Arbeitsplatz.

Vergeblich zu Weissenborn. In der Zwischenzeit zu den Mittagsvorlesungen schrieb ich das gestrige Gedicht tatsächlich.

Zu Artmann, dort ein 18-jähriger Bekehrer, der strikt leugnet, Farbassoziationen zu kennen. Ueber Diem Unheimliches erzählen gehört.

NW. Kritiken unserer Lesung: "Wiener Zeitung", "Oest. Tagebuch", "Wiener Tageszeitung".

Eine Direktorin /der Gewerbeschule Herbststrasse/ forderte von uns Sachen an, vor allem von mir /Zeitkrankheit und Ergo sum gefielen ihr sehr gut/.

Einladung des Bundes demokratischer Schriftsteller erging an uns. Zeitig aufgehört. Park /Volksgarten/. Dann mit Pol, Alt, ArtHeimweg angetreten.


Mittwoch, 17. Mai:

Etwas später auf.

Institut: Auf den organischen Platz gewartet.

Zwei Uhr erste Chemikalienausgabe.

Platz 21 übernommen. Ordnung dort gemacht. Slabihoud nett. Geräte auch gekauft. Zeitig heim.

Fini kam. CHemie.

Surr. Gedicht geschrieben.


Donnerstag, 18. Mai:

Freier Tag /Christi Himmelfahrt/. Herrlicher Mai.

Meine Lyrik sortiert, für die Lesung in der "Gewerbeschule" Material hergerichtet.


Vormittag Aesthetengedicht versucht.

Nm.: Pol. kam. Reinschriften seiner Gedichte mit ihm gemacht. Pause: NW ältere Nummern mit ihm gelesen. Weitergechrieben. Ueber meine letzten Gedichte uns besprochen. Meine Richtung der Synthese zwischen Impression und Problematik.

Er ging.

Viel noch daheim über Literatur gesprochen.


Kuffner. 1. Präparat begonnen.

Bis sechs Uhr gearbeitet.

Heimgefahren. Es regnete.


Vormittag zwei Gedichte.

Nachm. kam Tante. Unangenehme Gespräche über die derzeitige Lage.

Drei Experiment-Gedichte geschrieben.

Die "Sommer-Impression" umgedichtet.

Wermut getrunken; konnte nichts mehr schreiben.

Noch geredet ...


Tante und Paul kamen.

Mich besuchte Polakovics; seine Sachen fertig reingeschrieben.

Meine letzten Arbeiten gefielen ihm. Das Gedicht "Endlos duftet ..." fertig-gemacht /Umstellung/. Noch ein schöner Abend im Hochfrühling.

Bernklau-Weg.


Etwas später auf. Fade "W.a.M."

Kuffner. 1. Präparat fertig.

2. Präparat begonnen, erstes bestätigt.

Heimgefahren; herrliches Maiwetter.

Sehr gute Stimmung. Abends noch zum Fenster hinausgeschaut. Gedichte.


Gali entfiel.

2. Präparat ging weiter.

Nachmittag bei heissem Maiwetter /14 Uhr/ zu Artmann.

Dort nicht allzu interessant. Ich las ihm einiges vor. Er mir auch.

NW: Maiheft war erschienen.

Pol. fehlte. Diskussion Kein-Artmann über amerikanische . Diem ganz auf Artmanns Seite ... Mit Kein noch lange geredet, Spaziergang, spät heim.


Im InstitutBilek-Prüfung. Benzil fertiggemacht. Butyraldehyd /3. Präparat/ begonnen. Sehr angenehmes Arbeiten im Labor

Teils bewölkt, teils klarer Himmel. Schwül.

Daheim froh geplaudert.


Zeitiger auf:

Gali-Vorlesung. 3. Präparat beendet.

Nachmittags 4. Präparat begonnen, schon 15 Uhr heim.

Reinschriften zuhause.


9 Uhr Kuffner. 4. Präparat weiter, im Laufe des Tages fast fertig. 16 Uhr heim. Reinschriften. Tante war unerwartet da.

Später als sonst niedergelegt. Gedicht spät-abends .


Ich arbeitete für mich und für daheim.

Aeltere Gedichte durchgesehen. Ich habe viele Brücken inzwischen wieder abgebrochen.

Nachmittags: Wermut getrunken.

"Lyrik der Weltliteratur" gelesen.

Interessantes, meist politisches, Radio gehört. Versuchte zu schreiben, es wurde nichts.

Abends kühler als gewohnt, aber schön.

Spät noc gelesen.


Ich versuchte vergebens etwas zu schreiben.

In meinen Schriften Ordnungen.

Nachmittag kam Pol. Er diktierte mir einen Schimpfartikel.

Angeregt.

Es sind jetzt schöne Tage für mich.


9 Uhr überlegte, was ich tn sollte.

Ich ging zu Artmann. Dort war erst einer seiner früheren Freunde, dann kam Carlo, endlich Polakovics. Angenehm unterhalten. Artmann ist viel eingeladen woren /V. Ferra, Fr. Mayröcker .../.

Nachmittags zu Polakovics. Er brütete über seinem Artikel. Ich las bei ihm verschiedenes Anregendes: Toman, Enrique Beck, Güersloh usw. Er lieh mir ein mit RilkesMädchen-gedichten.


Zu meiner sehr angenehmen Ueberraschung stellte ich fest, dass heute noch keine Uni war. Zu Weissenborn; dort zwar ein nettes Mäderl, aber er nicht daheim. Zu Eisenreich über die Alser-strasse. Ueber die grosse Synthese und die verrückten Kunstrichtungen angenehm gesprochen.


Heisser Maitag.

Daheim. Wieder abgefahren zu Artmann. Er hatte den Eliot-Band nicht bei sich. Ueber seine Kunst, meine letzten Gedichte. Er viel von dem letzten /"In zehn Monaten ..."/

Ueber den Begriff des Fluidums, auf den ich ihn draufkommen liess. Ueber Thema und Form.

Carlo. Ueber meine Mentalität wurde diskutiert.

Daheim ein Expressbrief wegen einer Analyse für Lachnit.


Erster Arbeitstag wieder.

Lachnit.

4. Präparat fertig. Azetessigester-Synthese bekommen!

Essigester nachmittags zu reinigen begonnen. Lachnit-Analyse abgelehnt.

Heimgefahren.

Schwül wie diese Tage immer, aber nicht strahlend.


Zitiervorschlag

Okopenko, Andreas: Tagebuch 01.05.1950–31.05.1950. Digitale Edition, hrsg. von Roland Innerhofer, Bernhard Fetz, Christian Zolles, Laura Tezarek, Arno Herberth, Desiree Hebenstreit, Holger Englerth, Österreichische Nationalbibliothek und Universität Wien. Wien: Version 1.1, 15.1.2019. URL: https://edition.onb.ac.at/okopenko/o:oko.tb-19500501-19500531/methods/sdef:TEI/get?mode=p_15

Lizenzhinweis

Die Transkriptionen der Tagebücher sind unter CC BY-SA 4.0 verfügbar. Weitere Informationen entnehmen Sie den Lizenzangaben.

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Jegliche Nutzung der Digitalisate muss mit dem Rechtsnachfolger von Andreas Okopenko, August Bisinger, individuell abgeklärt werden.