Benutzungshinweise

Betitelung der Notizbücher

Peter Handke hat seine Notizbücher nicht mit Titeln im eigentlichen Sinn versehen, allerdings mitunter Schreibprojekten zugeordnet, indem er Titel oder Arbeitstitel des jeweiligen Projekts auf dem Vorsatz eingetragen hat; es kann auch ein Notizbuch mehreren Schreibprojekten zugeordnet sein, oder umgekehrt mehrere Notizbücher demselben Projekt. Das hat zur Konsequenz, dass die eingetragenen Titel kein brauchbares Identifikations- bzw. Unterscheidungsmerkmal der Notizbücher sind, weil zum Beispiel acht Notizbücher den Titel “Ins tiefe Österreich” tragen, einige gar keinen eingetragenen Titel haben usw.

Eine chronologische fortlaufende Nummerierung der Notizbücher würde sich daher besser zur eindeutigen Identifikation anbieten. Diese Strategie hat das Deutsche Literaturarchiv Marbach für die in seinem Bestand befindlichen Notizbücher Handkes gewählt. Da aber nicht alle Notizbücher in Marbach sind – zum Beispiel bereits das allererste erhaltene, das sich im Schweizerischen Literaturarchiv befindet – ist diese Durchnummerierung im Editionsprojekt, das früher oder später alle Notizbücher beinhalten soll, für die eindeutige Identifikation nicht verwendbar. Die Einführung einer zweiten Durchnummerierung durch die Edition, die alle Notizbücher berücksichtigen würde, wurde als potentiell verwirrend verworfen.

Das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal, das das Editionsteam identifizieren konnte, ist die Datierung der Notizbücher. Obwohl auch hier, v.a. bei den frühen Heften, manchmal exakte Daten fehlen, gibt es kein Beispiel zweier Notizbücher mit derselben (genauen oder ungenauen) Datierung. Daher wurden die Notizbücher für die Darstellung in der Edition nach folgendem Schema betitelt: Notizbuch [Beginndatum] - [Enddatum]

Der Kurztitel besteht aus der Abkürzung "NB" für "Notizbuch" und den letzten Stellen der jeweiligen Archivsignatur (z.B. "NB 015" für das Marbacher Notizbuch 015, "NB W12" für das in Wien befindliche Notizbuch SPH LW W12 aus der Leihgabe Widrich).

Metadaten der Notizbücher

Durch Klick auf den Button "Beschreibung" (in der Notizbuch-Übersicht) bzw. "Notizbuchbeschreibung" (in der Detailansicht) gelangt man zu den Informationen über das Notizbuch. Dort findet man die eingetragenen Werktitel und Schreibdaten sowie die Schreiber*innenhände, Informationen zu verwahrendem Archiv und weiteren Textzeugen, Material, Format, Seitenanzahl. Beilagen und Erscheinung des Notizbuch. Ein Überblick aller Zeichnungen und eingeklebten Materialien sowie der im Text ausgezeichneten Entitäten (Orte, Personen, Körperschaften, Werke) wird ebenfalls gegeben.

Darstellung der Einzelseiten

Die Notizbücher für diese Edition wurden auf Seitenbasis bearbeitet, auch die digitalen Faksimiles zeigen keine Doppel-, sondern Einzelseiten. Die Edition versteht sich als materialorientiert, d.h. die digitale Rekonstruktion soll das physische Original möglichst getreu erfahrbar machen. Daher werden auch gedreht beschriebene oder bezeichnete Seiten in der Facsimileansicht nicht gedreht, sondern in der tatsächlichen Ausrichtung wiedergegeben; wie bei der Arbeit am Original im Archiv steht es den Nutzer*innen frei, das Objekt bei Bedarf mithilfe des Viewers selbst zu drehen. Die Scans sind außerdem zoombar und können auch in Vollbildansicht betrachtet werden.

Seitenzählung

Peter Handke paginiert seine Notizbücher in der Regel von Hand. Diese Paginierungen werden mitediert und sind in der diplomatischen Umschrift enthalten. Da in der digitalen Edition aber die Zahl der Scans das ausschlaggebende Datum ist und in der Zählung der Scans kein qualitativer Unterschied zwischen Cover, Vorsatzblatt und einfacher Seite besteht, divergiert die Seitenzählung der Edition von der Paginierung. Zur Navigation und für die Zitation dient den Nutzer*innen daher die Scan-Zählung; dafür konnten auch fallweise fehlerhafte Paginierungen der Originale in der diplomatischen Umschrift erhalten werden.

Navigation / Synoptische Ansicht

Das Gesamtlayout der Edition wurde so gewählt, dass es den bisher bereits veröffentlichten Editionen an der ÖNB entspricht. Über die Hauptnavigation gelangt man zu allgemeinen Inhalten zum Projekt (z.B. Informationen, Team, Editionsrichtlinien, etc.), zur Übersicht der angebotenen Register und zum Projektblog, der vom Editionsteam betreut wird. Sobald vorhanden, werden über das Menü auch die Themenkommentare abrufbar sein. Ein weiterer Menüpunkt führt zu einer Übersichtsseite, wo alle Notizbücher der digitalen Edition aufgelistet sind. Mit Fortdauer des Projekts werden dort die erschlossenen Notizbücher zur Betrachtung in der synoptischen Ansicht freigeschaltet.

Synoptische Ansicht

In der synoptischen Ansicht stehen den Nutzer*innen fünf Anzeigeoptionen für das ausgewählte Notizbuch zur Verfügung, die auf zwei Anzeigefeldern beliebig miteinander kombiniert werden können. Die Optionen umfassen für die ausgewählte Seite:

  1. die Anzeige des digitalen Faksimiles in einem IIIF-kompatiblen Viewer
  2. die Anzeige der Seite als Lesefassung
  3. die Anzeige der Seite als Transkription (diplomatische Umschrift), was einer Darstellung mit hoher Ähnlichkeit zum Original entspricht
  4. die Anzeige der ausgewählten Seite als TEI-XML Rohdaten
  5. die Anzeige der Stellenkommentare, die es auf dieser Seite gibt

Rund um die synoptische Ansicht werden im Infobutton Metadaten zum ausgewählten Notizbuch angezeigt und außerdem eine Navigation innerhalb des Notizbuchs angeboten. Man kann entweder zur vorigen/nächsten Seite oder einer beliebigen Seite springen. Die einzelnen Seiten werden außerdem als Thumbnailansicht angezeigt.


Zitiervorschlag
Bürgermeister, Martina, Eigner, Johanna, Hannesschläger, Vanessa und Steindl, Christoph: Benutzungshinweise. In: Peter Handke Notizbücher. Digitale Edition, hrsg. vom Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Österreichischen Nationalbibliothek. Wien: Release 21.09.2022. URL: https://edition.onb.ac.at/fedora/objects/o:hnb.red-help/methods/sdef:TEI/get. Online abgerufen: 26.09.2022.