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lieber gleich jetzt

22.5.​
Wenn es mir gut geht, dann ist ja die
Erscheinung das Wesen

Richte❬t❭ dein Auge auf mich
Was mir vorschwebte beim Schreiben
eines Dramas: das Nicht-Natürliche,
aber Selbstverständliche
("eEiner spricht")

A. Handke, Amina (Tochter)
lud mich ein, mit ihr an einen ihr
lieben Ort zu gehen ("Der Garten")

Die Eleganz der Abseit❬s❭stehenden (die elegan-
ten Bewegungen des abseits stehenden Kindes)

Die blauen Himmelsstreifen zwischen den
Wolkenmassen als helle Blitze hinter den
geschlossenen Augen

Die Zeit des Denkens ist heute noch nicht ge-
kommen

23.5.​
Ein Satz ist schön, weil ⸤wenn⸥ in ihm
gesagt wird, wie es ist

Heute nacht der Alb auf der Brust,
eine Frau, eine Warnung

Meine Ideen: des Aufschubs
Als könnten die Frauen mit ihrer Schuld
besser umgehen, wie durch Vergeßlichkeit

Moment des Erblindunsgefühls, bei
offenen Augen, vor Erbarmen

Der Alb auf der Brust: ich war empört
darüber

das erhebende Gefühl der Brüderlichkeit
vermitteln (wie nur Goethe Goethe, Johann Wolfgang von
) [fast alle
66
​lieber gleich jetzt​
22.5.​
Wenn es mir gut geht, dann ist ja die Erscheinung das Wesen​
Richte dein Auge auf mich​
Was mir vorschwebte beim Schreiben eines Dramas: das Nicht-Natürliche, aber Selbstverständliche ("Einer spricht")​
A. Handke, Amina (Tochter)
lud mich ein, mit ihr an einen ihr lieben Ort zu gehen ("Der Garten")
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Die Eleganz der Abseitsstehenden (die eleganten Bewegungen des abseits stehenden Kindes)​
Die blauen Himmelsstreifen zwischen den Wolkenmassen als helle Blitze hinter den geschlossenen Augen​
Die Zeit des Denkens ist heute noch nicht gekommen​
23.5.​
Ein Satz ist schön, wenn in ihm gesagt wird, wie es ist​
Heute nacht der Alb auf der Brust, eine Frau, eine Warnung​
Meine Ideen: des Aufschubs​
Als könnten die Frauen mit ihrer Schuld besser umgehen, wie durch Vergeßlichkeit​
Moment des Erblindunsgefühls, bei offenen Augen, vor Erbarmen​
Der Alb auf der Brust: ich war empört darüber​
das erhebende Gefühl der Brüderlichkeit vermitteln (wie nur Goethe Goethe, Johann Wolfgang von
) [fast alle
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22.5.​
Wenn es mir gut geht, dann ist ja die
Erscheinung das Wesen

Richte❬t❭ dein Auge auf mich
Was mir vorschwebte beim Schreiben
eines Dramas: das Nicht-Natürliche,
aber Selbstverständliche
("eEiner spricht")

A. Handke, Amina (Tochter)
lud mich ein, mit ihr an einen ihr
lieben Ort zu gehen ("Der Garten")

Die Eleganz der Abseit❬s❭stehenden (die elegan-
ten Bewegungen des abseits stehenden Kindes)

Die blauen Himmelsstreifen zwischen den
Wolkenmassen als helle Blitze hinter den
geschlossenen Augen

Die Zeit des Denkens ist heute noch nicht ge-
kommen

23.5.​
Ein Satz ist schön, weil ⸤wenn⸥ in ihm
gesagt wird, wie es ist

Heute nacht der Alb auf der Brust,
eine Frau, eine Warnung

Meine Ideen: des Aufschubs
Als könnten die Frauen mit ihrer Schuld
besser umgehen, wie durch Vergeßlichkeit

Moment des Erblindunsgefühls, bei
offenen Augen, vor Erbarmen

Der Alb auf der Brust: ich war empört
darüber

das erhebende Gefühl der Brüderlichkeit
vermitteln (wie nur Goethe Goethe, Johann Wolfgang von
) [fast alle
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Richte dein Auge auf mich​
Was mir vorschwebte beim Schreiben eines Dramas: das Nicht-Natürliche, aber Selbstverständliche ("Einer spricht")​
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Zitiervorschlag

Handke, Peter: Notizbuch 26.04.1979-08.07.1979 (NB 020). Hg. von Johanna Eigner und Katharina Pektor. In: Peter Handke: Notizbücher. Digitale Edition. Hg. von Katharina Pektor, Ulrich von Bülow und Bernhard Fetz. Deutsches Literaturarchiv Marbach und Österreichische Nationalbibliothek, Wien: Release 01.10.2026. Seite 68. URL: https://edition.onb.ac.at/fedora/objects/o:hnb.nb.197904-197907/methods/sdef:TEI/get?mode=p_68. Online abgerufen: 09.10.2026.

Transkription und Übersetzung fremdsprachiger oder stenographierter Textstellen

Helmut Moysich (Französisch, Italienisch) und Dorothea Weber (Latein).

Lizenzhinweis

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