auch schlaffen Gestalt, als ich ge-
stern nah dran war, außer mich
zu geraten

Die Dächer tiefdunkel in der Früh-
herbstsonne, und in der Ebene flim-
mert es überall heftig, auf der
Stelle und von der Stelle, wie von
dem Wind, und die Landschaft
ist heute so klar da ausge-
streckt, daß sie wie eine Plantagen-
gegend aussieht, mit dem wahn-
witzigen und doch friedlichen Ge-
flimmer der Glaskästen

23.8.Was für ein schöner Satz:
"Ich weiß nicht mehr."!

Die ausgesetzten Frauen auf
den Straßen, und überall, die sich
da bewegen müssen

Irgendeinmal werde ich nur
noch dasitzen und vor mich hin
Gesichter schneiden

Ein Tag allein in P. Paris
,❬1❭ ohne Tätig-
keit ‒ und das große Nichtig-
keitsgefühl

Aus Unglück kam er endlich
den Dingen näher (der Tisch-
platte im Café) ‒ aus Unglück
69
auch schlaffen Gestalt, als ich gestern nah dran war, außer mich zu geraten​
Die Dächer tiefdunkel in der Frühherbstsonne, und in der Ebene flimmert es überall heftig, auf der Stelle und von der Stelle, wie von dem Wind, und die Landschaft ist heute so klar da ausgestreckt, daß sie wie eine Plantagengegend aussieht, mit dem wahnwitzigen und doch friedlichen Geflimmer der Glaskästen​
23.8.
Was für ein schöner Satz: "Ich weiß nicht mehr."!​
Die ausgesetzten Frauen auf den Straßen, und überall, die sich da bewegen müssen​
Irgendeinmal werde ich nur noch dasitzen und vor mich hin Gesichter schneiden​
Ein Tag allein in P. Paris
,❬1❭ ohne Tätigkeit ‒ und das große Nichtigkeitsgefühl​
Aus Unglück kam er endlich den Dingen näher (der Tischplatte im Café) ‒ aus Unglück ​
❬1❭"Am 23. August 1976 kam Handke nach seiner langen Reise wieder nach Paris Paris
zurück und begab sich am nächsten Tag, wie er notierte, 'auf Wohnungssuche' [...]." (Pektor: Ins tiefe Österreich [NB W13]. )


auch schlaffen Gestalt, als ich ge-
stern nah dran war, außer mich
zu geraten

Die Dächer tiefdunkel in der Früh-
herbstsonne, und in der Ebene flim-
mert es überall heftig, auf der
Stelle und von der Stelle, wie von
dem Wind, und die Landschaft
ist heute so klar da ausge-
streckt, daß sie wie eine Plantagen-
gegend aussieht, mit dem wahn-
witzigen und doch friedlichen Ge-
flimmer der Glaskästen

23.8.Was für ein schöner Satz:
"Ich weiß nicht mehr."!

Die ausgesetzten Frauen auf
den Straßen, und überall, die sich
da bewegen müssen

Irgendeinmal werde ich nur
noch dasitzen und vor mich hin
Gesichter schneiden

Ein Tag allein in P. Paris
,❬1❭ ohne Tätig-
keit ‒ und das große Nichtig-
keitsgefühl

Aus Unglück kam er endlich
den Dingen näher (der Tisch-
platte im Café) ‒ aus Unglück
69
auch schlaffen Gestalt, als ich gestern nah dran war, außer mich zu geraten​
Die Dächer tiefdunkel in der Frühherbstsonne, und in der Ebene flimmert es überall heftig, auf der Stelle und von der Stelle, wie von dem Wind, und die Landschaft ist heute so klar da ausgestreckt, daß sie wie eine Plantagengegend aussieht, mit dem wahnwitzigen und doch friedlichen Geflimmer der Glaskästen​
23.8.
Was für ein schöner Satz: "Ich weiß nicht mehr."!​
Die ausgesetzten Frauen auf den Straßen, und überall, die sich da bewegen müssen​
Irgendeinmal werde ich nur noch dasitzen und vor mich hin Gesichter schneiden​
Ein Tag allein in P. Paris
,❬1❭ ohne Tätigkeit ‒ und das große Nichtigkeitsgefühl​
Aus Unglück kam er endlich den Dingen näher (der Tischplatte im Café) ‒ aus Unglück ​
❬1❭"Am 23. August 1976 kam Handke nach seiner langen Reise wieder nach Paris Paris
zurück und begab sich am nächsten Tag, wie er notierte, 'auf Wohnungssuche' [...]." (Pektor: Ins tiefe Österreich [NB W13]. )
Zitiervorschlag

Handke, Peter: Notizbuch 21.07.1976-06.09.1976 (NB W13). Hg. von Johanna Eigner und Katharina Pektor. In: Ders.: Notizbücher. Digitale Edition. Hg. von Katharina Pektor, Ulrich von Bülow und Bernhard Fetz. Deutsches Literaturarchiv Marbach und Österreichische Nationalbibliothek, Wien: Release 14.06.2024. Seite 71. URL: https://edition.onb.ac.at/fedora/objects/o:hnb.nb.197607-197609/methods/sdef:TEI/get?mode=p_71. Online abgerufen: 18.06.2024.

Transkription und Übersetzung fremdsprachiger oder stenographierter Textstellen

Ioannis Fykias (Altgriechisch), Ana Grigalashvili (Georgisch), Angelika Kolesnikow (Russisch), Anna Montané Forasté (Spanisch), Helmut Moysich (Italienisch, Französisch), Martin Springinklee (Steno), Dominik Srienc (Slowenisch) und Dorothea Weber (Latein).

Lizenzhinweis

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