"... mit dem Fund eines Systems, das sie
nur suchten, um der Mühe des Nachdenkens
ferner überhoben zu sein"❬1❭

Gedanken sind immer so, daß sie nicht
zu merkbaren Sätzen werden können
(werden sie Ohrwürmer, ist das schon ein
Zeichen ihrer Voreiligkeit, Gedankenvor-
täuschung durch Gedankennachahmung)

"Durch Selbstbearbeitung kommt
der Verworrene zu jener himmli-
schen Durchsichtigkeit, zu jener Selbst-
erleuchtung, die der Geordnete so selten
erreicht"❬2❭ (!)

Witz im Sinn von Interessantheit (Was ist da
der Witz dran?)

"Man dephilosophiere die Wissenschaf-
ten: was bleibt übrig? Erde, Luft und
Wasser."❬3❭

"Menschheit ist eine humanistische Rolle"❬4❭
Jemand, der liest, um ein "vergeistig
tes Ansehen" zu kriegen

Melodie im Sprechen: Lebensvor-
täuschung: etwas vorweg in Anspruch
nehmen, d ? ❬as❭ einem erst mit der Zeit
zusteht

Djilas Đilas, Milovan
: "Ich kann gut ohne Macht leben" ❬5❭
(Abgeklärtheit, scheußliche)

am Baum von den Bienen zerzauste Blüt❬en
121
"... mit dem Fund eines Systems, das sie nur suchten, um der Mühe des Nachdenkens ferner überhoben zu sein"❬1❭
Gedanken sind immer so, daß sie nicht zu merkbaren Sätzen werden können (werden sie Ohrwürmer, ist das schon ein Zeichen ihrer Voreiligkeit, Gedankenvortäuschung durch Gedankennachahmung)​
"Durch Selbstbearbeitung kommt der Verworrene zu jener himmlischen Durchsichtigkeit, zu jener Selbsterleuchtung, die der Geordnete so selten erreicht"❬2❭ (!)​
Witz im Sinn von Interessantheit (Was ist da der Witz dran?)​
"Man dephilosophiere die Wissenschaften: was bleibt übrig? Erde, Luft und Wasser."❬3❭
"Menschheit ist eine humanistische Rolle"❬4❭
Jemand, der liest, um ein "vergeistig-tes Ansehen" zu kriegen​
Melodie im Sprechen: Lebensvortäuschung: etwas vorweg in Anspruch nehmen, das einem erst mit der Zeit zusteht​
Djilas Đilas, Milovan
: "Ich kann gut ohne Macht leben"❬5❭ (Abgeklärtheit, scheußliche)​
am Baum von den Bienen zerzauste Blüten​
❬1❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 146, Auszug aus Fragment Nr. 47 LV
❬2❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 147, Auszug aus Fragment Nr. 54 LV
❬3❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 148, Auszug aus Fragment Nr. 62 LV
❬4❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 148, Fragment Nr. 63 LV
❬5❭Die Quelle des Zitats konnte nicht ermittelt werden.

"... mit dem Fund eines Systems, das sie
nur suchten, um der Mühe des Nachdenkens
ferner überhoben zu sein"❬1❭

Gedanken sind immer so, daß sie nicht
zu merkbaren Sätzen werden können
(werden sie Ohrwürmer, ist das schon ein
Zeichen ihrer Voreiligkeit, Gedankenvor-
täuschung durch Gedankennachahmung)

"Durch Selbstbearbeitung kommt
der Verworrene zu jener himmli-
schen Durchsichtigkeit, zu jener Selbst-
erleuchtung, die der Geordnete so selten
erreicht"❬2❭ (!)

Witz im Sinn von Interessantheit (Was ist da
der Witz dran?)

"Man dephilosophiere die Wissenschaf-
ten: was bleibt übrig? Erde, Luft und
Wasser."❬3❭

"Menschheit ist eine humanistische Rolle"❬4❭
Jemand, der liest, um ein "vergeistig
tes Ansehen" zu kriegen

Melodie im Sprechen: Lebensvor-
täuschung: etwas vorweg in Anspruch
nehmen, d ? ❬as❭ einem erst mit der Zeit
zusteht

Djilas Đilas, Milovan
: "Ich kann gut ohne Macht leben" ❬5❭
(Abgeklärtheit, scheußliche)

am Baum von den Bienen zerzauste Blüt❬en
121
"... mit dem Fund eines Systems, das sie nur suchten, um der Mühe des Nachdenkens ferner überhoben zu sein"❬1❭
Gedanken sind immer so, daß sie nicht zu merkbaren Sätzen werden können (werden sie Ohrwürmer, ist das schon ein Zeichen ihrer Voreiligkeit, Gedankenvortäuschung durch Gedankennachahmung)​
"Durch Selbstbearbeitung kommt der Verworrene zu jener himmlischen Durchsichtigkeit, zu jener Selbsterleuchtung, die der Geordnete so selten erreicht"❬2❭ (!)​
Witz im Sinn von Interessantheit (Was ist da der Witz dran?)​
"Man dephilosophiere die Wissenschaften: was bleibt übrig? Erde, Luft und Wasser."❬3❭
"Menschheit ist eine humanistische Rolle"❬4❭
Jemand, der liest, um ein "vergeistig-tes Ansehen" zu kriegen​
Melodie im Sprechen: Lebensvortäuschung: etwas vorweg in Anspruch nehmen, das einem erst mit der Zeit zusteht​
Djilas Đilas, Milovan
: "Ich kann gut ohne Macht leben"❬5❭ (Abgeklärtheit, scheußliche)​
am Baum von den Bienen zerzauste Blüten​
❬1❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 146, Auszug aus Fragment Nr. 47 LV
❬2❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 147, Auszug aus Fragment Nr. 54 LV
❬3❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 148, Auszug aus Fragment Nr. 62 LV
❬4❭Novalis: Blüthenstaub. Blüthenstaub
2011, hier S. 148, Fragment Nr. 63 LV
❬5❭Die Quelle des Zitats konnte nicht ermittelt werden.
Zitiervorschlag

Handke, Peter: Notizbuch 08.05.1976-13.06.1976 (NB 005). Hg. von Anna Estermann und Katharina Pektor. In: Ders.: Notizbücher. Digitale Edition. Hg. von Ulrich von Bülow, Bernhard Fetz und Katharina Pektor. Deutsches Literaturarchiv Marbach und Österreichische Nationalbibliothek, Wien: Release 29.02.2024. Seite 129. URL: https://edition.onb.ac.at/fedora/objects/o:hnb.nb.197605-197606/methods/sdef:TEI/get?mode=p_129. Online abgerufen: 21.04.2024.

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