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sam zu und betrachtete ihn intensiv

die schmutzigen Schuhe im Traum, dieselben
glänzend am Tag

"Wildes Glück" (im Brachland) [so wie wildes
Denken]

"und erfüllt von Fettdampf erschallt das
Haus rings von Flötenspiel die Tage über"❬1❭

Ist er den Göttern lieb?
"lichte Meeresglätte"❬2❭ (γαλήνη)
"ein Platz mit weiter Umschau"❬3❭
"wuschen sie sich die Hände und bereiteten eine
herrliche Mahlzeit"❬4❭

"dort sang eine hell, eine Göttin oder eine Frau"❬5❭
"daß wir, in Lager und Liebe vereinigt, zuein-
ander Vertrauen fassen!"❬6❭ (Kirke Kirke
)

​Abgeschmackter Traum: Seine Mutter möchte,
daß er bei ihr im Bett liege, und es ekelt
ihn vor der möglichen Wärme (und dem alten, anderen Körper)

Der asoziale Einmischzwang
"und es wollte das Herz mir nicht mehr leben
und die Sonne sehen"❬7❭

Zitternde Stimmen der tanzend singenden
Kinder

Kleines ungeschicktes Kind, finster dasitzende
kleine Göttin!

Plötzlich spielte er (und ⸢sp.⸣ die Zeit aus)
Sehnsucht nach einer Delikatesse (nicht nur
Gier oder Lust)

Seine Verzicht-Fähigkeit, schon als Kind,
"fast" affektiert ("zu" häufiger Gebrauch des Wortes
"fast", als Ausrede für die Pauschalität)

Die Katze, sich überzeugend immer nur mit einem,
kurzen Blick

lange Beschreibung, wie eine Frau sich
123
​sam zu und betrachtete ihn intensiv​
die schmutzigen Schuhe im Traum, dieselben glänzend am Tag​
"Wildes Glück" (im Brachland) [so wie wildes Denken]​
"und erfüllt von Fettdampf erschallt das Haus rings von Flötenspiel die Tage über"❬1❭​
Ist er den Göttern lieb?​
"lichte Meeresglätte"❬2❭ (γαλήνη)​
"ein Platz mit weiter Umschau"❬3❭​
"wuschen sie sich die Hände und bereiteten eine herrliche Mahlzeit"❬4❭​
"dort sang eine hell, eine Göttin oder eine Frau"❬5❭​
"daß wir, in Lager und Liebe vereinigt, zueinander Vertrauen fassen!"❬6❭ (Kirke Kirke
)
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Abgeschmackter Traum: Seine Mutter möchte, daß er bei ihr im Bett liege, und es ekelt ihn vor der möglichen Wärme (und dem alten, anderen Körper)​
Der asoziale Einmischzwang​
"und es wollte das Herz mir nicht mehr leben und die Sonne sehen"❬7❭​
Zitternde Stimmen der tanzend singenden Kinder​
Kleines ungeschicktes Kind, finster dasitzende kleine Göttin!​
Plötzlich spielte er (und sp. die Zeit aus)​
Sehnsucht nach einer Delikatesse (nicht nur Gier oder Lust)​
Seine Verzicht-Fähigkeit, schon als Kind, "fast" affektiert ("zu" häufiger Gebrauch des Wortes "fast", als Ausrede für die Pauschalität)​
Die Katze, sich überzeugend immer nur mit einem, kurzen Blick​
lange Beschreibung, wie eine Frau sich​
❬1❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 166, Vers 10:10 LV
❬2❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 169, Vers 10:94 LV
❬3❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 171, Vers 10:146 LV. Handkes Lektürezitat weicht orthographisch geringfügig von der hier bibliographisch nachgewiesenen Textstelle ab.
❬4❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 172, Vers 10:182 LV
❬5❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 174, Vers 10:254f. LV. Peter Handke zitiert hier nicht wörtlich. Die Stelle in Wolfgang Schadewaldts Übersetzung lautet: "Und dort sang eine hell, die an einem großen Gewebe hin- und herschritt: eine Göttin oder eine Frau." (Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 174, Vers 10:254f. LV)
❬6❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 177, Vers 10:334f. LV
❬7❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 182, Vers 10:497f. LV. Peter Handke zitiert hier nicht wörtlich. Die Stelle in Wolfgang Schadewaldts Übersetzung lautet: "und es wollte das Herz mir nicht mehr leben und das Licht der Sonne sehen" (Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 182, Vers 10:497f. LV) .

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sam zu und betrachtete ihn intensiv

die schmutzigen Schuhe im Traum, dieselben
glänzend am Tag

"Wildes Glück" (im Brachland) [so wie wildes
Denken]

"und erfüllt von Fettdampf erschallt das
Haus rings von Flötenspiel die Tage über"❬1❭

Ist er den Göttern lieb?
"lichte Meeresglätte"❬2❭ (γαλήνη)
"ein Platz mit weiter Umschau"❬3❭
"wuschen sie sich die Hände und bereiteten eine
herrliche Mahlzeit"❬4❭

"dort sang eine hell, eine Göttin oder eine Frau"❬5❭
"daß wir, in Lager und Liebe vereinigt, zuein-
ander Vertrauen fassen!"❬6❭ (Kirke Kirke
)

​Abgeschmackter Traum: Seine Mutter möchte,
daß er bei ihr im Bett liege, und es ekelt
ihn vor der möglichen Wärme (und dem alten, anderen Körper)

Der asoziale Einmischzwang
"und es wollte das Herz mir nicht mehr leben
und die Sonne sehen"❬7❭

Zitternde Stimmen der tanzend singenden
Kinder

Kleines ungeschicktes Kind, finster dasitzende
kleine Göttin!

Plötzlich spielte er (und ⸢sp.⸣ die Zeit aus)
Sehnsucht nach einer Delikatesse (nicht nur
Gier oder Lust)

Seine Verzicht-Fähigkeit, schon als Kind,
"fast" affektiert ("zu" häufiger Gebrauch des Wortes
"fast", als Ausrede für die Pauschalität)

Die Katze, sich überzeugend immer nur mit einem,
kurzen Blick

lange Beschreibung, wie eine Frau sich
123
​sam zu und betrachtete ihn intensiv​
die schmutzigen Schuhe im Traum, dieselben glänzend am Tag​
"Wildes Glück" (im Brachland) [so wie wildes Denken]​
"und erfüllt von Fettdampf erschallt das Haus rings von Flötenspiel die Tage über"❬1❭​
Ist er den Göttern lieb?​
"lichte Meeresglätte"❬2❭ (γαλήνη)​
"ein Platz mit weiter Umschau"❬3❭​
"wuschen sie sich die Hände und bereiteten eine herrliche Mahlzeit"❬4❭​
"dort sang eine hell, eine Göttin oder eine Frau"❬5❭​
"daß wir, in Lager und Liebe vereinigt, zueinander Vertrauen fassen!"❬6❭ (Kirke Kirke
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Abgeschmackter Traum: Seine Mutter möchte, daß er bei ihr im Bett liege, und es ekelt ihn vor der möglichen Wärme (und dem alten, anderen Körper)​
Der asoziale Einmischzwang​
"und es wollte das Herz mir nicht mehr leben und die Sonne sehen"❬7❭​
Zitternde Stimmen der tanzend singenden Kinder​
Kleines ungeschicktes Kind, finster dasitzende kleine Göttin!​
Plötzlich spielte er (und sp. die Zeit aus)​
Sehnsucht nach einer Delikatesse (nicht nur Gier oder Lust)​
Seine Verzicht-Fähigkeit, schon als Kind, "fast" affektiert ("zu" häufiger Gebrauch des Wortes "fast", als Ausrede für die Pauschalität)​
Die Katze, sich überzeugend immer nur mit einem, kurzen Blick​
lange Beschreibung, wie eine Frau sich​
❬1❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 166, Vers 10:10 LV
❬2❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 169, Vers 10:94 LV
❬3❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 171, Vers 10:146 LV. Handkes Lektürezitat weicht orthographisch geringfügig von der hier bibliographisch nachgewiesenen Textstelle ab.
❬4❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 172, Vers 10:182 LV
❬5❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 174, Vers 10:254f. LV. Peter Handke zitiert hier nicht wörtlich. Die Stelle in Wolfgang Schadewaldts Übersetzung lautet: "Und dort sang eine hell, die an einem großen Gewebe hin- und herschritt: eine Göttin oder eine Frau." (Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 174, Vers 10:254f. LV)
❬6❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 177, Vers 10:334f. LV
❬7❭Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 182, Vers 10:497f. LV. Peter Handke zitiert hier nicht wörtlich. Die Stelle in Wolfgang Schadewaldts Übersetzung lautet: "und es wollte das Herz mir nicht mehr leben und das Licht der Sonne sehen" (Homer: Die Odyssee. Odyssee
1999, S. 182, Vers 10:497f. LV) .
Zitiervorschlag

Handke, Peter: Notizbuch 08.01.1978-24.04.1978 (NB 014). Hg. von Anna Estermann und Katharina Pektor. In: Peter Handke: Notizbücher. Digitale Edition. Hg. von Katharina Pektor, Ulrich von Bülow und Bernhard Fetz. Deutsches Literaturarchiv Marbach und Österreichische Nationalbibliothek, Wien: Release 01.10.2026. Seite 125. URL: https://edition.onb.ac.at/fedora/objects/o:hnb.nb.197801-197804/methods/sdef:TEI/get?mode=p_125. Online abgerufen: 09.10.2026.

Transkription und Übersetzung fremdsprachiger oder stenographierter Textstellen

Martin Springinklee (Steno), Dorothea Weber (Latein), Helmut Moysich (Französisch), Ioannis Fykias (Altgriechisch), Ana Grigalashvili, Manuel Zauner (Georgisch) und Angelika Kolesnikow (Russisch).

Lizenzhinweis

Distributed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International License (CC BY-NC-ND 4.0)

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